"RINTJE & TINEKE"

Natürlich aus Holland, in Bremerhaven

Ab April:

KREBSSPORT - Unser "FIT"-Programm: Bewegung und Sport mit an Krebs erkrankten Erwachsenen

Mon-Die-Mit-Don-Fr: 14:00-15:00 Uhr

Fit mit Krebs?

Vor nicht allzu langer Zeit war die Diagnose Krebs gleichbedeutend mit Leiden und Tod. Jedoch hat sich in den letzten Jahren in der Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung von Tumorerkrankungen sehr viel getan. Die Fortschritte der Medizin ermöglichen es, dass Krebs viel früher erkannt wird. Gleichzeitig haben genauere Kenntnisse der Entstehung und des Wachstums von Tumoren zur Entwicklung besserer Behandlungsmethoden geführt. Bis vor einigen Jahren wurde den Krebspatienten empfohlen, sich körperlich zu schonen, um gesundheitliche Gefahren nicht unnötig zu erhöhen. Man ging davon aus, dass erst bei einer vollständigen Remission bewegungs- therapeutische Maßnahmen sinnvoll wären.

Seit 1990 haben jedoch mehrere wissenschaftliche Studien diese Vermutung widerlegt und gezeigt, dass Bewegung und Sport auch bei Tumorpatienten sehr viele positive Auswirkungen haben. Patienten fühlen sich besser und spüren weniger Nebenwirkungen, wenn sie ihren Körper vor, während und nach der Behandlung regelmäßig trainieren. Körperliche Aktivität gilt also als wichtiger therapeutischer Baustein in der Rehabilitation von Krebspatienten, dessen Einsatz darauf abzielt, die physischen, psychischen und psychosozialen Ebenen des Betroffenen positiv zu beeinflussen und damit ganzheitlich zu behandeln.

Durch frühzeitige, gezielte Bewegungstherapie soll die Leistungsfähigkeit weitgehend erhalten bleiben und Nebenwirkungen der medizinischen Therapie begrenzt werden. Auf diese Weise ist es möglich, Kraft und Ausdauer zu erhalten, das Herz-Kreislaufsystem zu stimulieren und der chronischen Erschöpfung (sogenanntes „Fatigue-Syndrom“) entgegenzuwirken, um schließlich den Patienten möglichst schnell wieder familiär und beruflich zu reintegrieren und damit seine allgemeine Lebensqualität zu verbessern.

Worauf sollte ich bei Bewegung und Training achten? Grundsätzlich lassen es die großen Unterschiede zwischen den onkologischen Krankheitsbildern nicht zu, allgemeingültige Bewegungsempfehlungen auszusprechen. Zudem müssen vor der Durchführung von sportlicher Betätigung immer auch individuelle Schwankungen hinsichtlich Stimmung und körperlicher Verfassung berücksichtigt werden. Doch gerade wenn sich die Betroffenen müde und erschöpft fühlen, kann etwas Bewegung gut tun.      

Es versteht sich von selbst, hierbei nicht zu übertreiben, oder gar bis zur totalen Erschöpfung zu trainieren. Krebs-Betroffene brauchen länger, um sich zu erholen als Nicht-Betroffene. Man sollte zudem beachten, dass jede körperliche Aktivität mit dem behandelnden Arzt und Physiotherapeut abgesprochen wird.

Die frühestmögliche Rehabilitation beginnt in der Akut-Klinik und sollte idealerweise auch dort den Patienten ermöglicht werden, um unnötige Erkrankungen aufgrund von Bewegungsmangel vorzubeugen und Nebenwirkungen der Krebstherapie zu mindern. Doch leider wird noch bei weitem nicht in allen Fällen in der Vor- und Akut-Phase Physiotherapie (Krankengymnastik) angeboten.

Die Patienten sind dann in erster Linie immer noch auf ihre Eigeninitiative angewiesen. Vor, während und nach die Behandlungsphase (Chemo und  Operationen) sollte die Frühmobilisation allerdings nur mit speziell geschulten Therapeuten durchgeführt werden. .
Wenn sich die Betroffenen sicher fühlen, sollten sie sich schon vor dem Krankenhaus so viel wie möglich bewegen!  Am besten täglich: „Sport so viel wie möglich, und liegen so wenig wie möglich“, lautet das Motto.

Auch während der Chemotherapie sind gezielte Elemente aus der Sport und Physiotherapie durchführbar, sofern die Chemotherapie nicht das Herz-Kreislaufsystem und die Nieren belastet. Die Patienten sollten auf keinen Fall den ganzen Tag im Bett liegen. Auch während der Strahlen-  und Hormontherapie spricht grundsätzlich nichts gegen körperliche Aktivitäten. Zwischen einer Bestrahlung oder Tabletteneinnahme und dem Bewegungsprogramm sollte allerdings mindestens eine Stunde liegen.

Das momentane Empfinden und die Nebenwirkungen sind hier die entscheidenden Faktoren. In unser Therapie-Zentrum werden die Patienten ausschließlich von qualifizierten Therapeuten betreut und in individuelle Programme eingebunden.

Welche Übungen kann ich durchführen? Je nach Erkrankungsform, Komplikationen und therapeutischem Material können vielfältige bewegungstherapeutische Maßnahmen durchgeführt werden. Im Rahmen der Nachsorge ist die Teilnahme an  einer Krebs-Sportgruppe (Reha-Sport) nach der Physiotherapie sehr empfehlenswert. Nach §44 Sozialgesetzbuch IX wird der Rehabilitationssport in der Krebssportgruppe, wenn er vom Arzt verschrieben wird, von den Krankenkassen bezuschusst. Damit hat jeder Patient das Recht diese finanziellen Zuwendungen über 50 Einheiten à mind. 45 Minuten zu erhalten. In unser Krebsvor- und nachsorge-Sportgruppe können die Patientinnen unter Anleitung speziell ausgebildeter Übungsleiter/innen Bewegungserfahrungen erleben. Hier spielt die Freude, die sozialen Kontakte und das positive Erleben von Bewegung eine zentrale Rolle.

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